Südkreis Gifhorn ist LEADER-Region

Landwirtschaftsministerium stellt rund 1,9 Millionen Euro für Projekte im Südkreis Gifhorn in Aussicht

Kurz vor Weihnachten machte das Landwirtschaftsministerium seinen Regionen ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Es versendete die Schreiben zur Anerkennung von insgesamt 68 LEADER-Regionen. Mit dabei: die Region Südkreis Gifhorn. „Das ist großartig“, freut sich Jörg Burmeister-Wegner, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Südkreis Gifhorn. „Jetzt können wir loslegen“. Als LEADER-Region erhält der Südkreis Gifhorn seinen eigenen Fördertopf für die Umsetzung von LEADER-Projekten. Er ist mit rund 1,9 Millionen Euro EU-Mittel gut gefüllt. „Damit können wir eine Menge Projekte umsetzen und die Region stärken“, ist sich Burmeister-Wegner sicher.
Am 19. Januar überreichte das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig seinen Regionen offiziell die LEADER-Plaketten. Der LAG-Vorstand nahm diese stellvertretend für den Südkreis Gifhorn in Empfang.

Die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt übergibt den LAG-Vorstand die LEADER-Plakette für den Südkreis Gifhorn v.l.n.r.: Bürgermeister Jochen Koslowski (Gemeinde Sassenburg), Dr. Ulrike Witt (Landesbeauftragte), Jörg Burmeister-Wegner (Wirtschaftsförderung Landkreis Gifhorn), Stefanie Hillmann (KONU im Landkreis Gifhorn), Karen Dörrer (Regionalmanagement), Dr. Klaus Thomas (Dezernatsleiter)

Auf die LEADER-Anerkennung haben die Akteure im Südkreis Gifhorn schon sehnsüchtig gewartet. Denn sechs Projekte stehen bereits in den Startlöchern, um schon dieses Jahr mit der Umsetzung zu beginnen. In den nächsten fünf Jahren sollen viele weitere Projekte folgen.
Basis der Anerkennung und der zukünftigen Zusammenarbeit in der LEADER-Region Südkreis Gifhorn ist das Regionale Entwicklungskonzept (REK), das unter engagierter Mitwirkung vieler Interessierter aus der Region entstand und dem Ministerium im April 2022 vorgelegt wurde. Im Sommer und Herbst 2022 haben Land und EU die letzten Weichen gestellt, Förderprogramme und Richtlinien erstellt. Nun schicken sie die LEADER-Regionen auf den Weg in die EU-Förderperiode 2023 bis 2027.
Um die LAG in den kommenden Jahren bei ihrer Arbeit zu unterstützen und die Akteure bei Fragen rund um die Projektförderung zu beraten, wird der Landkreis Gifhorn ein LEADER-Regionalmanagement einrichten. Die LAG nimmt ihre Arbeit am 20. Februar in ihrer ersten offiziellen Sitzung als Entscheidungs- und Steuerungsgremium der LEADER-Region Südkreis Gifhorn auf.
Sie haben Fragen zu LEADER oder eine Projektidee? Melden Sie sich gerne per E-Mail bei Karen Dörrer vom beauftragten Planungsbüro KoRiS: doerrer@koris-hannover.de.
Hintergrund
Der Südkreis Gifhorn umfasst die Kommunalgebiete der Stadt Gifhorn, der Gemeinde Sassenburg und der Samtgemeinden Boldecker Land, Isenbüttel und Papenteich. Seit 2014 arbeiten die fünf Kommunen und der Landkreis Gifhorn als „Südkreis Gifhorn“ zusammen. Seit 2023 setzen sie diese Zusammenarbeit als LEADER-Region fort. LEADER steht für das Akronym von Liaison entre actions de développement de l’économie rurale (frz.) und bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. LEADER ist ein Förderinstrument der EU, mit dem Ziel die eigenständige regionale Entwicklung in den ländlichen Räumen zu stärken. Typisch für LEADER ist der methodische Ansatz: Kommunen und ortsansässige Akteure aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten im LEADER-Prozess gemeinsam daran, ihre Region voranzubringen. Gefördert werden können Projekte von der Naturentwicklung oder nachhaltigen Landbewirtschaftung über Naherholung, Freizeit, Kultur oder Sport bis hin zur Innentwicklung oder kleinen Dienstleistungsangeboten.

Anmerkung von Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus:
„Die LEADER-Förderung bietet für unsere Samtgemeinde viele Chancen. Ich hoffe, dass wir viele gute Ideen bekommen, damit viele Projekte in unserer Heimat gefördert werden können. Bei Fragen und guten Ideen sprechen Sie uns bitte an.“

 

 

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