Heimatbund Calberlah – 48 Obstbäume für die Calberlaher Rohrwiesen

Die „Oslosser Allee“ in den Calberlaher Wiesen

Die Gemeinde Calberlah leistet mit der Pflanzung von Obstbäumen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur und zum Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft. Immer mehr Streuobstbestände befinden sich im Abgang, ökologisch wertvolles Gut verschwindet wegen Überalterung, mangelnder Pflege und auch weil immer mehr Flächen intensiv genutzt werden. Auf dem Gemeindegebiet, durch die Mitgliedsgemeinden in der Fläche recht groß, werden deshalb seit einigen Jahren die Streuobstbestände durch die Gemeinde und dem Heimatbund Calberlah kontinuierlich erweitert.

Kulturelles Erbe benötigt Pflege

Werden die Streuobstbestände auf Gemeindegebiet nach ihrem ökonomischen Nutzen beurteilt, sind sie nicht rentabel. Ziehen wir hier jedoch die kulturelle und ökologische Seite in Betracht, stellt man unweigerlich den besonderen Wert der Bestände fest. In Calberlah und seinen Mitgliedsgemeinden drohen die Streuobstbestände mit Altbestand jedoch zu verfallen und vom Wolfsburger Stadtgebiet her breitet sich der Mistelbefall immer weiter auf dem Gemeindegebiet aus. Notwendig wären deshalb eine fachgerechte Pflanzung von Jungbäumen und die Pflege von Alt- und Neubeständen über einen langen Zeitraum.

Baumpflanzung und Baumpflege sind Nachhaltigkeitsprojekte

Artenvielfalt in Biodiversität stehen mittlerweile im Fokus unserer Gesellschaft. Bausteine dieser beiden Ziele sind auch die Streuobstanlagen. Seit einigen Jahren findet in der Gemeinde Calberlah eine regelmäßige Streuobstpflege statt. So geschehen mit der Anlage der Calberlaher Streuobstwiese und mit den Pflegearbeiten an den Jung- und Altbeständen auf Gemeindegebiet, wie z.B. an der Apfelalle zwischen Allerbüttel und Wettmershagen. So auch mit den Pflegearbeiten am Alten Kirchstieg zwischen Wettmershagen und Jelpke und dem jährlichen Pflanzen von Jungbäumen als Lückenschluss, so an der Apfelallee und dem Bahnhof Calberlah geschehen.

Ein weiterer Baustein in der Landschafts- und Kulturpflege kam 2022 hinzu. Im Rahmen der Aktion „Natürlich Wild“ vom Landkreis Gifhorn pflanzte die Dorf AG Calberlah zusammen mit dem Ratsherrn Georg Hößler Weiß und dem Bürgermeister Thomas A. Goltermann mitten durch die Calberlaher Wiesen eine Komposition von Obstbäumen alter Sorten entlang dem Oslosser Weg in Richtung Nordtangente. „Zwiebel Borsdorfer“, „Coulons Renette“, „Goldrenette von Blenheim“ oder auch „Große Prinzess“ und die „Köstliche von Charneux“ sind einige Mitglieder vom Ensemble auf der, ich nenne es einmal, „Oslosser Allee“.

 

Ein weiteres Nachhaltigkeitsobjekt folgte. Im Anschluss wurden noch einmal 30 weitere Obstbäume auf einer weiteren Fläche nahe der Bahnlinie angepflanzt. Die Pflanzprojekte der vergangenen Jahre in der Gemeinde Calberlah leisten einen wichtigen Beitrag zur Landschafts- und Kulturpflege, es bedeutet auch eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.

Heimatbund Calberlah, Karsten Karwehl

 

 

 

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