Auf den historischen Spuren des flüssigen Goldes

 

NSGB-Kreisverband Gifhorn besucht die Hafenstadt Flensburg

Im September unternahm der NSGB Kreisverband Gifhorn seine erste Kommunalpolitische Informationsreise nach Flensburg.

Die Idee nach Flensburg zu fahren stammt vom Bürgermeister der Samtgemeinde Hankensbüttel Henning Evers. Dieser hatte während seiner Studienzeit hier gelebt.

Die Organisation übernahmen die Samtgemeinde Meinersen und Isenbüttel. Die Teilnehmer sind eine Mischung aus Hauptverwaltungsbeamten und ehrenamtlichen Kommunalpolitiken.

Zum Beginn der Inforeise wurden die Teilnehmer im Rathaus durch Oberbürgermeisterin „Simone Lange“ begrüßt. Der Kontakt entstand durch den Samtgemeindebürgermeister Hennig Evers aus Hankensbüttel.

In dem Gespräch mit der Oberbürgermeisterin erfuhr die Reisegruppe viel über die Flensburger Infrastruktur, deren Hafenlage und der direkten Nähe zur dänischen Grenze. Der intensive Grenzhandel ist eine Besonderheit, von der die Stadt profitiert, aber auch von den immer mehr werdenden Niederlassungen skandinavischer Unternehmen im Grenzland.

„Durch die deutsch-dänische Zusammenarbeit und der regionalen Nähe sind unsere Nachbarn häufige Kundinnen und Gäste der hiesigen Unternehmen“ so Oberbürgermeisterin Lange.

 

In Flensburg und einigen kleineren Orten gehören sogar bis zu 20 Prozent der Bevölkerung zur dänischen Minderheit.

Im Anschluss des Rathausbesuches folgte eine sehr unterhaltsame Stadtführung durch den sportliche Endsiebziger Herrn Dr. Knut Franck.

In einem rund zweistündigen Stadtrundgang durch Flensburg und dessen Rumgeschichte, der am Deutschen Haus beginnt schmeckt und riecht man „das flüssige Gold der Karibik.

Warum wurde der Stadt das Deutsche Haus geschenkt, welche Rolle spielte der damalige Bürgermeister und wieso traf sich die dänisch gesinnte Bevölkerung im Borgerforeningen?

Viele Fragestellungen und wichtige Schauplätze von vor 100 Jahren werden durch mitreißende Erzählungen mit Leben gefüllt und vermitteln eindrucksvoll, was damals in der Region geschah und welche Folgen der windungsreichen deutsch-dänischen Geschichte bis heute spürbar sind.

Spätestens nach der Stadtführung war allen Teilnehmern klar, dass Flensburg über eine große Rumgeschichte verfügt. Mit dem Rum kam auch der Rohrzucker über den Handelsweg nach Flensburg.

Zucker Meile

Ein klassischer Brauereibesuch in Flensburg durfte nicht fehlen. Vom Sudhaus über die Gär- und Lagerkeller bis hin zu den Abfüllanlagen wo nicht nur das Bier, sondern auch der Heringssalat in Erinnerung geblieben ist.

Der zweite Tag der Informationsreise begann mit einer Hafenrundfahrt nach Glücksburg. Ein einzigartiges Panorama bot sich den Teilnehmern bei der Einfahrt in den historischen Hafen von Flensburg, vorbei an Traditionsseglern, Fachwerkhäusern und der belebten Hafenpromenade Flensburgs.

Im Anschluss lud Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft die Delegierten zu einer Besichtigung unmittelbar am Flensburger Hafen ein.

„Die Mitreisenden waren sich einig: auch in 2023 soll es wieder eine Informationsfahrt geben“, freut sich NSGB-Geschäftsführer Jannis Gaus.

 

Ein Kommentar zu “Auf den historischen Spuren des flüssigen Goldes

Cookie Consent mit Real Cookie Banner