MTV Isenbüttel – 4. Delegiertenversammlung

Nachdem die Delegiertenversammlung des MTV Isenbüttel im April wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, fand sie nun unter verschärften Hygienebedingungen statt. So waren in diesem Jahr lediglich 50 Delegierte anwesend sowie Bürgermeisterin Tanja Caesar und zwei besonders zu ehrende Mitglieder. Zuschauer waren nicht zugelassen und Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft wurden ausnahmsweise per Post vorgenommen. Eine Ausnahme bildeten die Ehrungen für Mitgliedschaften ab 50 Jahre, hier wurden die zu Ehrenden von den Vorstandsmitgliedern persönlich besucht, natürlich unter Einhaltung der nötigen Vorsichtsmaßnahmen. So auch Otto Prüßner und Heinrich Daenicke, die beide bereits 75 Jahre im Verein sind.

Ehrung unseres Ehrenmitgliedes und langjährigen Vorsitzenden Otto Prüßner

Ehrung unseres Ehrenmitgliedes Heinrich Daenicke

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dierk Hickmann lobte Bürgermeisterin Tanja Caesar die Arbeit des MTV und im Besonderen die der vielen Ehrenamtlichen. Einer dieser „Unermüdlichen“ wurde dann auch besonders geehrt: Wilfried Keuch wurde zum Ehrenmitglied ernannt. „Willi ist seit 50 Jahren im Verein und schon viele Jahre ehrenamtlich tätig. Ob als Jugendtrainer oder Betreuer der Fußballmannschaften – Willi ist immer da, wenn er gebraucht wird“, lobte Hickmann. Bei der Ehrung der Sportlerin des Jahres, die an diesem Abend vorgenommen wurde, machte Hickmann es zunächst spannend. Nach kurzen Worten war jedem schnell klar, um wen es sich handeln musste. U18 Judotalent Amani Küster wurde als Sportlerin des Jahres geehrt. Die 17-jährige Schülerin der Berufsfachschule Technik holte sich 2019 die Meistertitel im Land und in Norddeutschland. Auf den Deutschen Einzelmeisterschaften belegte sie Rang 5. Nicht zu vergessen, ihre Siege auf Sichtungsturnieren des deutschen Judobundes und internationalen Turnieren. „2020 setzte Amani mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften Anfang diesen Jahres sogar noch eins drauf und schrieb Vereinsgeschichte“, schwärmte Hickmann.

Sportlerin des Jahres 2019 – Amani Küster

Im Bericht des geschäftsführenden Vorstandes blickte Dierk Hickmann auf die 3. Delegiertenversammlung, die Erfolge in den Sparten, die Einbindung des Ehrenrats sowie die Kooperationen mit dem MTV Wasbüttel und der KiTa St. Marien zurück. Nachdem Schatzmeisterin Petra Krause den Finanzbericht abgeschlossen hatte, kam das Thema „Projekt 2020“ auf den Tisch.  Zunächst gab es eine kurze Zusammenfassung über die stattgefundenen Aktivitäten in den vergangenen 4 Jahren und die Einbindung der politischen Vertreter der Gemeinde zu den einzelnen Meilensteinen des Projektes. Man merkte Dierk Hickmann die Enttäuschung deutlich an, dass die Situation zum favorisierten Grundstück für den Hallenbau mit der Gemeinde nicht geregelt werden konnte und der Hemmschuh für die Realisierung des Projektes ist. In der nächsten erweiterten Vorstandssitzung soll über die weitere Vorgehensweise beraten werden.

Anschließend standen Wahlen an. Der Vorstand bedankte sich bei Schatzmeisterin Petra Krause, deren Amtszeit endete, für ihre hervorragende Arbeit mit einem Blumenstrauß. Petra Krause wurde kurz darauf erneut zur Schatzmeisterin gewählt. Zu den stellvertretenden Vorsitzenden wurden erneut Friedrich Hilleke und Detlef Lehner gewählt.

Die vom erweiterten Vorstand beantragte Beitragserhöhung für Ehegatten und Auszubildende/Studenten ab 18 Jahren stand ebenfalls zur Abstimmung. Die Delegierten gelangten nach kurzer Diskussion zu der Meinung, dass die Begründung für die vorgeschlagene Beitragserhöhung grundsätzlich nachvollziehbar und begründet ist. Infolge der durch die Corona-Pandemie geschaffenen neuen Rahmenbedingungen sollte eine Beitragserhöhung aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht umgesetzt werden. Die Beitragserhöhung wurde von den Delegierten sodann einstimmig abgelehnt.

Zum Abschluss der Versammlung bat Bürgermeisterin Tanja Caesar noch einmal um das Wort zum Hallenbau. In ihrer emotionalen Ansprache ist ihr wichtig klarzustellen, dass die Entscheidungen in den Gremien der Gemeinde einstimmig erfolgt sind. Sie nimmt den MTV in die Pflicht, deutlich zu machen, dass eine Realisierung seines Projektes ausschließlich auf dem von ihm gewünschten Grundstück möglich ist. Sollte der MTV darlegen können, dass keine Alternativen bestehen, werden sich die Gremien der Gemeinde erneut mit dem Projektwunsch beschäftigen. In diesem Falle bestünde die Chance einer positiven Entscheidung auch durch die Umweltbehörde.

A. Byczkowicz

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