Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2020 wird für uns alle ein ganz besonderes Jahr in unseren Erinnerungen werden und die Veränderung, die in unserer Gesellschaft und in unserem Zusammenleben Einzug gehalten hat, wird uns in die Zukunft begleiten und prägen. Nichts ist wie es einmal war.
Hürden und Steine, die einem im Weg lagen wirken jetzt mitunter bedeutungslos und klein. So dachte ich am Anfang des Jahres, dass die Sanierung unserer OD unser größtes Problem in den kommenden Monaten darstellen wird.

Wie schnell wird man eines Besseren belehrt.

Blicke ich auf das Jahr 2020 zurück, bin ich nicht in der Lage zu sagen, dass meine Erinnerung geprägt ist von vielen schönen Ereignissen, Veranstaltungen, Festen, Vereinsarbeiten, etc., die unser Dorfleben bislang jedes Jahr bunt und liebenswert gemacht haben. Weil es sie einfach nicht gab!
Es nicht erlaubt war, in der Gemeinschaft ein kulturelles, soziales und vielfältiges Leben zu gestalten.

Mein Dank an dieser Stelle an die Menschen, die jeden Tag tatkräftig ihre Arbeitskraft, ihre Hilfe, ihre Ideen, ihr Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz bringen und trotz der Steine und Hürden versuchen, mit kreativen Ideen das Leben lebenswert zu gestalten. Danken möchte ich auch meiner Verwaltung und unserem Gemeinderat, für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Bürger.

Die kommenden Jahre werden nicht einfach und Entscheidungen, die auch wir für unseren Ort treffen, müssen gut überlegt sein. Keiner vermag heute zu beurteilen, wo die Reise morgen hingeht.

Der Blick in die Zukunft ist für so viele Menschen ungewiss und nicht kontrollierbar. Nie waren so viele machtlos und abhängig zugleich. Die Zukunft nie ungewisser und die Frage, die uns begleitet was die Zeit bringt, nie unbeantworteter.

Vor uns liegt eine besondere Zeit im Jahreskalender. Ein Jahresabschnitt, den wir Menschen mit ganz bestimmten Vorstellungen verbinden. Der Advent. Die Weihnachtszeit.

Es sind Wochen, in denen Bräuche und Traditionen eine große Rolle spielen, eine Zeit besonderer Stimmung, der Besinnung und auch der Hektik.

Dementsprechend hat die Adventszeit den Charakter der Nächstenliebe, Vergebung und Großzügigkeit.

Die Bedeutung der Worte spielt gerade heute eine noch größere Rolle und führt uns Menschen bewusst vor Augen, auf was es im Leben ankommt. Was man sich vor allem immer wieder in Erinnerung rufen sollte. Nur was ist die Konsequenz?

Achten Sie auf sich. Seien Sie hilfsbereit. Achten Sie Ihre Mitmenschen. Fahren Sie Ihren Ellenbogen ein und seien sie emphatisch. Respektieren Sie andere. In Ihrer Meinung. In Ihrem Handeln. Schauen Sie nicht weg, sondern schauen Sie hin. Leisten Sie einen Anteil an unserem Gemeinwohl und lassen Sie uns gemeinsam einen Weg in der Zukunft gehen, der geprägt sein wird von Eigenverantwortung, Toleranz, Miteinander, Respekt und vor allem von Geboten statt Verboten.

Der Esel, der Vater und der Sohn

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Keshan. Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.

„Der arme Junge“, sagte da ein Vorübergehender. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft.“

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.

Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater daneben herläuft.“

Dies schmerzte den Jungen und er bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzten.

„Hat man so was schon gesehen?“ keifte eine Frau, „Solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan. Die arme Kreatur!“

Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen, vom Esel herunter.

Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier hergegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: „So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?“

Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter des Sohnes.

„Gleichgültig, was wir machen“, sagte er, „es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten.“

(Quelle: Der Kaufmann und der Papagei, Nossrat Peseschkian)

 

 

Ich wünsche Ihnen ein Fest im Kreise Ihrer Lieben, dass Sie mit Ihren Kindern und Enkeln ein gemeinsames Weihnachtsfest erleben dürfen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute im Jahre 2021 und das wir in absehbarer Zeit wieder den Alltag leben können und dürfen.

Auch wünsche ich uns einen Silvesterabend, der die Worte ‚frohes neues Jahr‘ für uns alle Wirklichkeit werden lässt.

Mein Dank geht an alle

achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen!

Ihre Tanja Caesar

 

 

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